Kategorie: Alltagsperlen

Heimat

Es ist vielleicht ein bisschen wie mit einem alten Auto: natürlich freut man sich über das neue, weil elektrische Fensterheber und Rückfahrkamera und alles das, was die alte Kiste nicht hat. Aber gleichzeitig gibt es eben auch so viele Erinnerungen, die daran hängen, dass man den alten Bock eben doch nicht einfach so ausrangieren kann.

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Halb so wild

Zuerst dachte ich da an gestohlene Handtaschen und Junkfood zu unmöglichen Preisen. Dann daran, wie ich wohl bis abends an abgekochtes, warmes Wasser für Bohnens Flasche kommen sollte. Dann, wie die Bohne wohl zwei Mal in einen tiefen Schlaf fallen könnte, wenn es drum herum doch laut und hektisch und voll ist.

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Auf Wiederhören

Kindermusik gibt es wie Sand am Meer, aber Rolf Zuckowski und Co. waren mir schon zuwider, als ich selbst noch klein war. Außerdem fehlte mir bei allem, woran ich bislang so vorbeigetrödelt bin, einige entscheidende Faktoren, nämlich: ein Rhythmus, der ein bisschen über das bloße Klatschen hinausgeht, die Schnellgitarren – und nicht zuletzt natürlich auch: ein ordentliches Schlagzeug.

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Du dumme Kuh

Ich meine: alle Kinder testen ihre Grenzen aus, auch Minne, das gehört ja zum Erwachsenwerden dazu. Und wo will man seine Grenzen besser austesten können als daheim, im geschützten Raum der Familie? Die Frage ist eben nur, ab welchem Punkt man sich als Mutter oder Vater ausklinkt und das Kind gewähren lässt, obwohl innerlich vielleicht alle Zeichen auf Rot stehen.

Was würde ich tun, würde Minne „Halt’s Maul!“ zu mir sagen?

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Nummer Zwei wird Eins

Den gleichen Fehler haben wir auch noch beim zweiten und dritten Geburtstag wiederholt: niemand sollte sich ausgeschlossen fühlen, nahezu jeder, der uns etwas bedeutete und selbst die, die eben einfach nur nebenan wohnten, wurden eingeladen – und so endeten diese Tage jedes Mal in einem für uns als Familie ermüdendem Chaos.

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Freie Platzwahl

Und mein kleines Endverbraucherhirn – von dem ich mir anmaßen möchte, dass es inzwischen sehr schnell schaltet und Vor- und Nachteile diverser Kinderprodukte erkennt – zwitscherte von (von links) vorwurfsvoll: Zwanzig Euro, Tessa. Was hast Du erwartet? Schau, was alles dranhängt, wer alles daran verdienen will. Wie soll sowas mit Leidenschaft hergestellt worden sein?

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Feldbett to go

Und ich könnte jetzt noch ein bisschen weiter ausholen und Euch erzählen von dem Reisebett, das ich damals für Minne bei einem eBay Powerseller geschossen habe. Und wie hundsmiserabel es in echt aussah und wie schwer es wog und wie es gestunken hat und dass ich die einzige aus der gesamten Sippschaft war, die nach zehn Versuchen halbwegs wusste welche Stangen man wie knicken muss, um irgendwann mal ein klappriges Irgendwas im großelterlichen Schlafzimmer thronen zu haben.

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Making Memories

Und jetzt sitze ich hier. Es ist fünf nach zehn am Abend, und in Wahrheit wollte ich schon um neunzehn Uhr angefangen haben zu schreiben. Über meine Kinder. Und darüber, welche Erinnerungen an ihre Kindheit wir ihnen mitgeben wollen.

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Danke, stimmt so!

… Oft habe ich mir danach die Frage gestellt, was passiert wäre, hätte er das nicht oder nicht richtig oder nicht rechtzeitig getan. Bis auf anhaltendes Fieber hatte Minne nämlich genau null Symptome gehabt und nach sieben Tagen und einer aufgebrauchten Flasche Fiebersaft war ich mehr als ratlos gewesen. Erst, als der Kinderarzt Minne untersuchte und uns „nur um’s Auszuschließen“ noch mal in die Radiologie schickte, wurde das Geheimnis gelüftet.

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Hey Harry!

An meinem letzten Arbeitstag hatte ich extra zwei Schokocroissants aufgebacken und den Bistrotisch im Rahmen meiner dortigen Möglichkeiten ein bisschen dekoriert. Ich wollte ihm sagen, dass ich ihn mag und schätze und dass ich hoffe, wir würden uns eines Tages wieder treffen. Ich hätte ihm eine Apfelsaftschorle ausgegeben oder zwei. Und Weihnachten stand vor der Tür und ich hatte ernsthaft überlegt, ihn an Heiligabend zu uns nach Hause einzuladen.

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Manchmal stehe ich auch nur da

Ich würde mich nicht so weit aus dem Fenster lehnen und sagen, diese Anflüge von Überforderung kamen erst mit dem zweiten Kind. Das stimmt nicht. Nicht bei mir. Die Bohne ist glücklicherweise das wahrscheinlich entspannteste Baby von der ganzen Welt. Aber auch das liebste Baby macht Arbeit.

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Ain Säkt

Während die Sirupplörre so aus dem Zapfhahn tröpfelt, denke ich nach:

Wo kommt er wohl her?
Wie sieht sein Kinderzimmer aus?
Hatte er schon mal Sex?

Ich habe es nicht eilig. Die Nacht wird lang, leider.

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