Kapitel

Freie Platzwahl

Und mein kleines Endverbraucherhirn – von dem ich mir anmaßen möchte, dass es inzwischen sehr schnell schaltet und Vor- und Nachteile diverser Kinderprodukte erkennt – zwitscherte von (von links) vorwurfsvoll: Zwanzig Euro, Tessa. Was hast Du erwartet? Schau, was alles dranhängt, wer alles daran verdienen will. Wie soll sowas mit Leidenschaft hergestellt worden sein?

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Gönnen können

Weswegen verbraten so viele Menschen ihre Lebensenergie lieber darauf, sich über den Erfolg anderer das Maul zu zerreißen oder das Haar in der Suppe zu suchen, anstatt es ihnen einfach zu gönnen? Ich sage nicht, dass ich davor gefeit bin. Ich sage: ich will es besser machen.

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Feldbett to go

Und ich könnte jetzt noch ein bisschen weiter ausholen und Euch erzählen von dem Reisebett, das ich damals für Minne bei einem eBay Powerseller geschossen habe. Und wie hundsmiserabel es in echt aussah und wie schwer es wog und wie es gestunken hat und dass ich die einzige aus der gesamten Sippschaft war, die nach zehn Versuchen halbwegs wusste welche Stangen man wie knicken muss, um irgendwann mal ein klappriges Irgendwas im großelterlichen Schlafzimmer thronen zu haben.

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Hallowach

Dieser Kerl ist die personifizierte Süßness überhaupt. Und kein Witz: er macht es einem so derart leicht, ihn zu lieben. Weil: er sieht halt nicht nur aus, wie er aussieht, sondern ist dazu noch das wahrscheinlich liebste Baby auf der ganzen, weiten Welt.
Nur kann ich Euch das nicht erzählen, weil es mir erstens: wahrscheinlich niemand glaubt und ich damit zweitens: ein Bild von uns zeichne, von dem ich eigentlich auch nicht will, dass es jemand glaubt.

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Making Memories

Und jetzt sitze ich hier. Es ist fünf nach zehn am Abend, und in Wahrheit wollte ich schon um neunzehn Uhr angefangen haben zu schreiben. Über meine Kinder. Und darüber, welche Erinnerungen an ihre Kindheit wir ihnen mitgeben wollen.

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Danke, stimmt so!

… Oft habe ich mir danach die Frage gestellt, was passiert wäre, hätte er das nicht oder nicht richtig oder nicht rechtzeitig getan. Bis auf anhaltendes Fieber hatte Minne nämlich genau null Symptome gehabt und nach sieben Tagen und einer aufgebrauchten Flasche Fiebersaft war ich mehr als ratlos gewesen. Erst, als der Kinderarzt Minne untersuchte und uns „nur um’s Auszuschließen“ noch mal in die Radiologie schickte, wurde das Geheimnis gelüftet.

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Hey Harry!

An meinem letzten Arbeitstag hatte ich extra zwei Schokocroissants aufgebacken und den Bistrotisch im Rahmen meiner dortigen Möglichkeiten ein bisschen dekoriert. Ich wollte ihm sagen, dass ich ihn mag und schätze und dass ich hoffe, wir würden uns eines Tages wieder treffen. Ich hätte ihm eine Apfelsaftschorle ausgegeben oder zwei. Und Weihnachten stand vor der Tür und ich hatte ernsthaft überlegt, ihn an Heiligabend zu uns nach Hause einzuladen.

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Brotboxbühne

Und am nächsten Tag stand er da vor der Tür des neuen Kindergartens – ich weiß es noch wie gestern – und ich hatte ihm mein liebstes, rot-kariertes Hemd angezogen und eine dunkle Jeans und ich hatte ihm die Haare gekämmt und ich sagte: „Wenn Du morgens Deine Brotdose öffnest, dann weißt Du, dass ich genau in diesem Moment an Dich denke, okay? Dann sitze ich wahrscheinlich auch gerade auf der Arbeit und mache meine eigene Brotdose auf. Und der Papa sitzt auch auf der Arbeit und er macht auch seine Brotdose auf. Und dann frühstücken wir einfach zusammen, ja? Alle gemeinsam, nur, dass wir uns nicht dabei sehen. Machen wir’s so?“

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Manchmal stehe ich auch nur da

Ich würde mich nicht so weit aus dem Fenster lehnen und sagen, diese Anflüge von Überforderung kamen erst mit dem zweiten Kind. Das stimmt nicht. Nicht bei mir. Die Bohne ist glücklicherweise das wahrscheinlich entspannteste Baby von der ganzen Welt. Aber auch das liebste Baby macht Arbeit.

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Warum esst Ihr eigentlich kein Fleisch?

… Es ist so ein bisschen wie mit der eben aufgehängten Jacke, die von der Garderobe fällt. Oder dem Kaugummipapier, das neben dem Mülleimer gelandet ist: wenn man darum weiß, dann kann man natürlich weiterlaufen und so tun, als hätte man es nicht gesehen.
Aber fairer wäre es, sich die Mühe zu machen und sich zu bücken.

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